Go North, live Happy!

Die FAZ heute :

‚… An der Spitze liegt nun erstmals Norwegen, das von Platz vier auf die Pole Position vorrückte und damit Dänemark überholte. Es folgen Island, Schweiz sowie Finnland, die Niederlande, Kanada und Neuseeland.Deutschland stagniert auf Platz 16 – hinter Amerika, Israel und Costa Rica, aber vor Großbritannien und Frankreich. …‘

Demnach ist man in den Niederlanden noch einmal glücklicher als in Kanada – da frage ich mich doch, warum ich soviele holländische Kollegen hier in Kanada habe?! Wahrscheinlich macht’s der Hockey. Eishockey gucken macht einfach glücklich.

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Vergangenen Samstag in Spruce Grove, Alberta: Oilers-Game in der Boston-Pizza-Lounge, 2:0 gegen die Canucks aus Vancouver. Sauber.

Und dann ist da die Art, wie man im Norden miteinander umgeht. Picken wir doch mal ein Land heraus, welches in dem World Happiness Report unter den ersten Zehn liegt … zum Beispiel Kanada. Grins …

‚How is it going?‘

Dieser Schnack gilt in Europa als oberflächlich, als nicht ernst zu nehmen.

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Und so ist es auch nicht gemeint. Macht aber nichts. In Nordamerika ist es die Standard-Begrüßung gegenüber Freunden und Fremden gleichermaßen. Und warum auch nicht? Es signalisiert. Ich habe mein Gegenüber als Person zur Kenntnis genommen und lasse mich auf sie ein. Ich freu mich, dass sich jemand mit mir abgeben will, dass in diesem großen, leeren Land jemand meinen Weg kreuzt.

Das funktioniert selbstredend nur, wenn diese Freude ehrlich ist und nicht ein tief-sitzendes Lasst-mich-bloß-alle-in-Ruhe den Weg dorthin versperrt. So eine positive Grundeinstellung kann man üben, sowas kommt von innen.

Wo wir gerade dabei sind: Hier die knuffigsten Antworten auf ‚How is it going?‘:

  • It’s going.
  • Still standing.
  • You know … living the dream!

Letzterer ist Favorit derzeit, sowohl nördlich als auch südlich der Grenze. Für Neulinge, die  einem ‚How is it going?‘ eher zurückhaltend und korrekt begegnen wollen, ist selbstverständlich immer noch ein schlichtes ‚Great!‘ die beste Wahl. Nur derjenige, der sich zu einem kurzen, therapeutischen Laiengespräch bereit findet, sollte über seine tatsächlich miese Laune, den chronischen Kofschmerzen oder dem hoffnungslos ausgereizten Dispo reden.

Glücklichsein kann man lernen. In Kanada lernt man das zum Beispiel, indem man morgens die Auffahrt vom Nachbarn gleich mit freischaufelt und ihm damit fünf Minuten mehr Frühstückszeit schenkt.

Sowas macht glücklich, den der schippt und den der nicht mehr schippen muss.

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Sehr populär ist auch:

‚Pay it Forward‘

Das geht so: Beim Drive-Trough vom Tim Hortons (geht selbstverständlich auch beim McDonalds oder Burger King oder was auch immer) bezahlst du nicht nur für deine Bestellung, sondern gleich die von dem Typen hinter dir in der Schlange mit. Das geht dann, wenn es ein getrenntes Bestell- und Bezahlfenster – in der Regel ein paar Autolängen dahinter – gibt.

Das Gute: Du weißt nicht, wen du da beschenkt hast. Und die Beschenkte weiß es auch nicht. Aber dein System belohnt dich mit den Happy-Hormonen, die den ganzen Tag durch deine Blutbahnen schwappen. Probier es mal aus und lass mich wissen, ob’s geholfen hat beim Glücklichsein oder nicht.

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Have a Good One – Whereever you are!

 

 

 

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